#007 Mission MME – Frauenchiemsee? MME 17.1

Die erste Woche des MME findet in Frauenchiemsee statt. 25. – 30.10.2020

Frauenchiemsee

Diese Woche in Frauenchiemsee ist legendär.

MME 17.1 bedeutet: wir sind der 17. Jahrgang im Masterkurs und dies ist unser erstes Modul.

Ich habe schon lange davor gebucht. Ein Kloster auf einer Insel. Ich freue mich auf die Natur und die Stille.

Die erste Woche findet normalerweise in Frauenchiemsee statt. Aber was ist 2020 schon normal. Der Veranstaltungsort wird nach München verlegt. Ich sehe mir die Hotels an, die wir als Vorschlag bekamen. Gustiere, aber buche nicht. Obwohl ich jetzt im Stornieren schon ganz gut bin. 🙂 Frauenchiemsee ist für uns eine Legende 🙂

München

Ein Highlight der Woche war der Besuch in der anatomischen Sammlung München.

Allerdings via Zoom. So übrigens das ganze Modul. Die Sammlung wurde uns präsentiert von Reinhard Putz. Emeritus der Anatomie München und ein vielseitig interessierter und tief forschender Mensch. Die Sammlung ist nach einem durchgängigen didaktischen Konzept aufgebaut und bietet einen wunderbaren Überblick und Einblick in die Anatomie und Anatomiegeschichte. Auch das Gebäude in dem die Sammlung untergebracht ist, ist für sich schon eine Reise wert. Ich freue mich darauf beides mal in Natura zu sehen, vielleicht mit meinen beiden Medizin studierenden Söhnen gemeinsam? Wenn wir dann noch eine Führung bei Reinhard Putz erwischen, wird das ein fabelhafter Genuss.

Diese virtuellen Kurse sind speziell. Es fehlen mehrere Dimensionen. Der Bildschirm ist ja nur zweidimensional, hier fehlt einfach die dritte Dimension des Raumes. Zusätzlich fehlen manche Sinneseindrücke, mancher Austausch dazwischen. Es fehlt die Bewegung z.B. des Raumwechsels. Ein Komilitone meinte am Schluss: „Mir tun die Augen weh am Abend und mein Schrittzähler sagt mir, dass ich mich nur 10% von dem bewege, wie sonst.“

Natürlich bietet dieses Format auch neue Möglichkeiten. Die demokratische Präsenz aller auf dem Bildschirm. Die immer wieder neu zusammengewürfelten Gruppen in Subräumen. Eine große Disziplin im „Ausreden lassen“. Jeder kommt zu Wort. Sehr konzentriert und arbeitsam. Kein Schwätzen dazwischen das stört, denn falls Austausch parallel stattfindet, passiert dieser schriftlich im Chat.

Curriculumsentwicklung

Es war eine sehr intensive Woche, sehr lehrreich, spannend und vernetzend. Kernthema war Curriculumsentwicklung. An Hand des Lehrbuchs „Curriculum Development für Medical Education – A Six-Step Approach“, auch genannt „Kernzyklus“ nach David E. Kern.

In sechs Arbeitsgruppen wurden sechs unterschiedliche Curricula entworfen, die es alle wert wären das Licht der Medizin-Ausbildungs-Welt zu erblicken und umgesetzt zu werden. In der Nachbereitungsaufgabe werden diese Curricula weiterentwickelt und präzisiert. Wer weiß, vielleicht wird da oder dort tatsächlich eines umgesetzt?

„Mehr ALS (Durch-)Blick – Assistenten lehren Studierende“

Meine Vierer-Arbeitsgruppe hatte das Thema „Mehr ALS (Durch-)Blick – Assistenten lehren Studierende“ – ein Curriculum für AssitentInnen der HNO und Zahnmedizin an der Universität Heidelberg zur Entwicklung der eigenen Fähigkeiten zu Lehren und die Lehre im klinischen Alltag umzusetzen. Sozusagen ein „Mini-Master“ in Medical Education. Die Lernziele orientieren sich natürlich am neuen NKLM und NKLZ.

NKLM Nationaler Kompetenzbasierter Lernzielkatalog Medizin. NKLZ Nationaler Kompetenzbasierter Lernzielkatalog Zahnmedizin. Gelten für Deutschland. Gibt´s das auch für Österreicht? Ist das vielleicht in Planung für Österreich? Ich bin froh über jede Information dazu.

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